Mannschaft
Der freiwillige Feuerwehrmann – fit, teamfähig und vielseitig einsetzbar.
Aus einer Zeitschrift der Berufsgenossenschaft “Arbeit und Gesundheit” (Ausgabe 4/99) erklärt der Leiter der Hessischen Landesfeuerwehr in Kassel, Dipl.-Ing. Silvio Burlon, die Vorteile und positiven Eigenschaften eines Mitgliedes der Freiwilligen Feuerwehr.
Wäre Silvio Burlon z.B. Personalchef in einem mittelständigen Betrieb und müsste sich zwischen zwei gleich gut qualifizierten Bewerbern entscheiden – von denen einer der beiden bei der freiwilligen Feuerwehr ist – würde er, wie Burlon sagt, natürlich den Feuerwehrmann nehmen.
Denn nach seinen Erfahrungen mit vielen tausend Lehrgangsteilnehmern, die er jährlich hat, sind Angehörige der freiwilligen Feuerwehr in der Regel Leute, die es gewohnt sind, anzupacken, mitzudenken, und Anweisungen schnell und selbstständig umzusetzen. Außerdem könnten Feuerwehrleute im Team arbeiten. Kooperation und Integration sind für sie eine Selbstverständlichkeit.
Für den Feuerwehrmann sprechen noch andere Dinge, denn jeder Feuerwehrmann ist beispielsweise in Erste Hilfe ausgebildet. Für den Betrieb, der ja verpflichtet ist, ausreichend Ersthelfer zur Verfügung zu stellen, ein wichtiger Punkt. Außerdem sind diese Leute aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung in der Erkennung und Abwendung von Gefährdungen sensibilisiert und somit ideale Sicherheits- oder Brandschutzbeauftragte. Sie haben einfach einen Blick für Gefahrenquellen.
Sie unterliegen auch größtenteils der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G26 Atemschutz. Das heißt, sie sind im Atemschutztragen ausgebildet – auch ein Pluspunkt für manchen Betrieb – und werden deshalb alle drei Jahre auf Kosten der Feuerwehr ärztlich untersucht.
Feuerwehr Pfuhl
Die aktive Feuerwehrmannschaft der Feuerwehr Pfuhl besteht derzeit aus 42 Männern und 3 Frauen.
Darunter sind 12 Gruppenführer, 13 Maschinisten und 25 Atemschutzgeräteträger.
Einige haben besondere Aufgaben übernommen, wie z.B. das Amt des Gerätewartes, des Jugendwartes, des Atemschutzbeauftragten oder des Aktivensprechers.
Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus 11 Jugendlichen, die für den aktiven Dienst ausgebildet werden.
Aufgabenverteilung:
Feuerwehrmann:
Der ausgebildete Feuerwehrmann verfügt über die Feuerwehr-Grundausbildung und kann so bei fast allen Einsätzen eingesetzt werden, dazu gehören technische Einsätze als auch Brände. Bei Bränden bei denen jedoch aufgrund der Rauchentwicklung, ohne Atemschutz keine Menschenrettung bzw. Brandbekämpfung möglich ist, darf dieser Feuerwehrmann nur außerhalb der Rauchgrenze eingesetzt werden. Es handelt sich hierbei um Aufgaben wie z.B. das Aufbauen einer Löschwasserversorgung, das Ausleuchten der Unfall- oder Brandstelle, das Bereitstellen von Ausrüstungsmaterial bzw. technische Hilfeleistung, das Absichern der Einsatzstelle usw., also wichtige Aufgaben die zu den Grundaufgaben eines jeden Feuerwehrmannes gehören und die es einen reibungslosen Einsatz ermöglichen.
Atemschutzgeräteträger:
Der Atemschutzgeräteträger ist ein Feuerwehrmann (s.o.) der eine Zusatzausbildung absolviert hat. Nach Möglichkeit sollte jeder Feuerwehrmann auch ein Atemschutzgeräteträger sein. Bevor man jedoch diese Lehrgang antreten darf, ist eine “bestandene” Arbeitsmedizinische Untersuchung (G26) durch einen zugelassenen Arzt die Voraussetzung. Nach bestandener Prüfung müssen Atemschutzgeräteträger alle drei Jahre wieder zur Arbeitsmedizinischen Untersuchung. Auch während des Jahres ist von ihm eine Mindestanzahl an Atemschutzübungen durchzuführen, da er ansonsten seine Tauglichkeit verliert. Die Kennzeichnung für einen Atemschutzgeräteträger ist i.d.R. ein “A” auf der Stirn seines Helmes.
Der Atemschutzgeräteträger kann überall dort eingesetzt werden, wo das Tragen von Atemschutzgeräten aufgrund von Sauerstoffmangeln bzw. Schadenstoffen in der Luft erforderlich ist.
Maschinist:
Der Maschinist ist der Fahrer des jeweiligen Fahrzeugs und besitzt dafür die entsprechen Fahrerlaubnis. Er ist dafür verantwortlich schnell und vor allem sicher, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, die Einsatzstelle zu erreichen.
Außerdem bedient er, z.B. bei einem Löschgruppenfahrzeug, die Pumpe des Fahrzeugs und betreibt die vorhandenen Aggregate. Des weiteren übernimmt er ggf. auch noch Atemschutz- überwachung der eingesetzten Atemschutzgeräteträger.
Staffelführer/Gruppenführer:
Der Staffel- und Gruppenführer bezeichnet man als Einheitsführer. Der Unterschied zwischen den beiden, ist die Anzahl der Mannschaft. Der Staffelführer verfügt über 5 Feuerwehrmänner (Besatzung 1/5) und der Gruppenführer über 8 Feuerwehrmänner (Besatzung 1/8).
Eine Gruppe ist die kleinste taktische Einheit und kann somit z.B. einem Brandabschnitt vollständig zugeteilt werden.
